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Die Welt |
Jan. 30, 2007 Die_Welt.jpg |
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Die Wilden Cello-Kerle
"...Es gibt berühmte und bejubelte Violonistinnen und Klavierspieler. Die männlichen Cellospieler dagegen haben es eher schwer. Alban Gerhard und Gavriel Lipkind aber halten dagegen. Sie haben zwei fulminante Klassik-CDs mit Cellosonaten aufgenommen.
Die Klassikwelt ist ungerecht. Wir haben die Geigen-Girlies und die Piano-Boys auf der Pupille und im Ohr sowieso, die uns in ständig neuer Folge von den Plattenfirmen gereicht werden (und nicht selten auch stetig wieder verschwinden). Für andere Instrumentalisten bleibt da wenig Platz an der medialen Aufmerksamkeitsfront. Höchstens der eine oder andere Flötist wie Oboist geht noch. ... Rhetorisches Cellospiel Bei dem 1977 in Israel geborenen Gavriel Lipkind fasziniert hingegen zunächst die unternehmerische Chuzpe. Da produziert doch einer selbst zwei CDs und lässt gleich aufmerken: zum einen durch die wunderschöne Ausstattung, dichtes, mattes Papier und Pergament, liebevoll ornamentierte Bindung, außergewöhnliche Faltung (mit Blindenschrift!) und schöne Fotos. Zum anderen durch die rhetorische Qualität seines Spiels. Und das nicht in irgendeinem Stück: Unter den sechs Solosuiten von Johann Sebastian Bach macht es Lipkind nicht. Der volle, rubinrote Ton seines Garani-Instruments gibt dem Sonorität, doch der junge Musiker bewegt sich so galant wie wissend, so interessant wie abgeklärt auf diesen vielfach begangenen Pfaden. Ihm gelingt keine "fertige" Interpretation, doch eine spannungsvolle Materialbefragung. Umso entspannender dann die teilweise selbst arrangierten Miniaturen auf der zweiten CD..." Manuel Brug, Die Welt
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